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Christopher Coenen & Michael Liss

SYNBIO: BIOLOGIE ALS INGENIEURSWISSENSCHAFT

friedhof leerUnter dem Banner der Synthetischen Biologie (SynBio) schicken sich Life Sciences und Biotechnologie an, Leben nicht nur technisch zu verändern, sondern auch nachzubauen und neu zu schaffen. Biologie soll zu einer Ingenieurswissenschaft werden, deren nutzbare Artefakte mittels rationalen Designs entstehen. Diese Entwicklung geht mit einer breiten Ethikdiskussion auf Regierungsebene einher, und national wie international mobilisieren zivilgesellschaftliche Organisationen gegen SynBio. Doch was verändert SynBio tatsächlich? Welche Begriffe des Lebens liegen ihr zugrunde? Lassen sich ihre Produkte als «untot» begreifen? Wie stehen SynBio-Visionen zu popkulturellen Zukunftsbildern künstlichen Lebens? Michael Liss von der Firma Gene Art / Life Technologies diskutiert mit Christopher Coenen vom Karlsruher Institut für Technikfolgenabschätzung.

 

 

Christopher Coenen, Politikwissenschaftler, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT). Er beschäftigt sich mit den gesellschaftlichen, politischen, ethischen, kulturellen und historischen Aspekten neuer technowissenschaftlicher Entwicklungen (z.B. Synthetische Biologie, Human Enhancement) sowie mit modernen Informations- und Kommunikationstechnologien.www.itas.fzk.de

Michael Liss studierte Molekularbiologie in Regensburg und Boulder, USA. Bei der Biotechnologie-Firma GeneArt/Life Technologies beschäftigt er sich mit zielgerichteter Evolution im Reagenzglas sowie mit der Herstellung künstlicher Gene - einem Grundbaustein moderner Biotechnologie und der synthetischen Biologie.